Spirituelles

Ich bin nicht nur Komponistin und Kirchenmusikerin, sondern zuerst und vor allem Ordensfrau.

Das Geistliche Leben in Gemeinschaft ist das GefÀss, aus dem heraus ich alles andere wirke.

Dieses Leben gibt auch meinen Kompositionen eine eigene Note, fliesst gleichsam in sie hinein.

 

Wir sind Olivetaner-Benediktinerinnen und leben im Kloster Heiligkreuz in Cham.

Informationen zu unserer Gemeinschaft finden Sie unter:

 

www.kloster-heiligkreuz.ch

(Scrollen Sie nach unten und Sie werden den einen oder anderen Àlteren Text zum Nach-lesen und Nach-denken finden.)

Die meisten Texte des Jahrganges 2021 sind nun gelöscht... Wer sie gerne nachlesen will, kann sie sich hier per pdf ausdrucken!

Texte-Jahrgang-21
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von Gott

Täglich treffen wir Schwestern uns mehrmals zum gemeinsamen Gebet, dem sogenann-ten ‚Stundengebet‘ (so der Name, weil das Gebet, eingestreut in den Tag, die Stunden heiligt, sie ausrichtet auf Gott und von ihm ins Heil aufnehmen lassen).

 

Täglich beten wir die Psalmen und verschiedene Lobgesänge - tagaus, tagein, jahraus, jahrein - immer dieselben - so weben wir unsern Lebensteppich:

es ist wie Schuss- und Kettfäden:

  • die Kettfäden durchziehen das Leben, geben sozusagen Halt und Stabilität: das ist das GEBET
  • die Schussfäden sind der Webfaden, der hin- und her gleitet - unser ‚alltägliches‘ Leben

 

Man könnte meinen, es sei langweilig, stets dasselbe zu beten - auch wenn es verbindet. - Und tatsächlich, eine gewisse Gefahr der Gewöhnung und Routine ist durchaus gegeben… Was aber in Zeiten von Müdigkeit auch sein Gutes haben mag! Dann, wenn es ‚nur noch betet‘, bin ich von diesem ‚nur noch‘ gleichwohl getragen und gehalten… Trotzdem braucht es ein inneres Engagement mit wachem Herzen im Gebet präsent zu sein. Dazu kommt, dass ich, die ich vor Wochen- oder Monatsfrist dieselben Worte gebetet habe, nicht mehr dieselbe bin! Das Leben hat mich weiter gegerbt und geformt - anderes be-schäftigt mich momentan oder ist inzwischen verraucht. - So gibt es immer wieder Sätze, Worte, ganze Psalmen an denen ich betend unberührt vorbei ging, die mich plötzlich an-sprechen und so zu den meinen werden.

 

‚In deiner Hand liegen Kraft und Stärke, von deiner Hand kommt alle Grösse und Macht.‘
So beten wir etwa im Morgengebet vom Montag I, zitierend aus dem 1. Buch der Chronik, 29, 12. 
Geht es mir gut, bin ich nicht berührt von ‚Autoritätskonflikten, dann bete ich ‚darüber hinweg‘ - doch fühle ich mich plötzlich schwach und bedürftig, dann werden die Sätze zu einem Angebot - zu einem Wissen, um den Ort von Kraft und Stärke.
Ich muss mir selbst nicht genügen, ich kann schwach und armselig sein - letztendlich kommt alle Kraft von ‚wo anders‘ her. Ja, ich darf mich hin geordnet und geborgen wis-sen in der Kraft und Stärke dessen, dem alle Kraft und Stärke gehört. - 
Und doch:
Nicht immer ist Gott eine ‚Zapfsäule‘, wo ich eben schnell ein wenig Kraft und Stärke tan-ken kann! - Da halte ich meine Bedürftigkeit hin - und kann, wenn ich gehe, doch nichts anderes tun, als sie weiter auszuhalten. - Aber vielleicht liegt genau hier die Kraft und Stärke:
dass es mir möglich ist, im Hinhalten auszuhalten. 
Gott misst mit einem andern Massstab als wir, er rechnet anders, seine Möglichkeiten sind zwar unbeschränkt - aber nicht unbedingt identisch mit unsern Wünschen!

 

Gottes Hände als Quelle von Kraft und Stärke - ebenso von Grösse und Macht. - Und trotz-dem fühlen wir uns sooft machtlos, gegenüber all der Despoten, die Macht willkürlich und egoistisch an sich reissen - und damit Kriege vom Zaun reissen und die Menschen machtlos, schwach, erniedrigt und unterdrückt zurück lassen… - In solchen Momenten mag es schwer und schwierig sein, an den Gott der Stärke und Macht zu glauben, gar VERTRAUENSVOLL zu ihm zu rufen! - Es ist ein schwacher Trost, dass der Tag kommen wird, wo sich Gottes Macht und Reich durchsetzen wird - und doch sind es diese Hoff-nungsperspektiven, die Mut machen, in, mit und trotz allem durchzuhalten, die Zuver-sicht nicht zu verlieren, selbst wenn die Zukunft düster und der Augenblick allzu schwer ist….

 

Sich grad in der jetzigen Zeit mit Pandemie, Krieg und all den Folgen auf die Wirtschaft, der Umweltzerstörung und des unverhohlenen Egoismus auf Gott zu verlassen und von ihm her Kraft und Stärke zu schöpfen, ist eine ‚Trotzdem-Kraft‘, die an das Gute glaubt - nur wer resigniert, hat verloren. - Nicht dem Tüchtigen gehört die Welt - sondern den Hoffnungsmutigen erwächst Zukunft als Gestaltungsraum für eine bessere Welt. Und dafür schöpfen wir Kraft und Stärke aus Gottes Hand - und wissen, WER letztendlich ‚am längeren Hebel‘ sitzt! 

Ostern - ein Mutanfall Gottes

auf den Tod seines Sohnes antwortet der Vater mit dem Leben.
auf den Hass der Menschen mit erbarmender Liebe
auf das Ende mit einem Neuanfang

 

…Gottes Antwort ist ein Mutanfall - Mut, es noch einmal und immer wieder mit dem Men-schen zu wagen, so sehr er auch seine/Gottes Pläne durcheinander wirbelt. 

 

Gottes Ausgang ist und bleibt OSTERN.

 

Gott lässt sich nicht ‚unterkriegen‘ - er lässt sich nicht besiegen - seine Reaktion ist Über-windung - Überwindung durch Liebe und Barmherzigkeit -  dadurch, dass er 

 

an den Menschen glaubt!

 

Gott glaubt an den Menschen - auf dass wir an ihn glauben! - Seine liebende Zuwendung, die sich gerade am Kreuz zeigt und im Ostergeschehen beglaubigt.

 

Ostern ein Mutanfall Gottes - dass auch wir angesichts des Hasses, des Todes, der Resig-nation und alles Bösen um uns her und in uns selbst nicht resignieren, sondern beherzt in denselben ‚Mutanfall‘ einschwingen:

 

je neu wagen, mit Liebe auf Hass
mit Gutem auf das Böse
mit Barmherzigkeit auf Schuld 
zu antworten.

 

Dann wird Ostern auch in unserm Leben Wurzeln schlagen, Früchte tragen, Kreise ziehen.

 

Lassen wir uns ermutigen von Gottes Mutanfall!

Ich bin der Weg

…so lautet eine der ‚Selbstoffenbarungen‘ Jesu, wie sie uns Johannes in seinem Evangelium überliefert (Joh 14, 6).

 

Jesus selbst legt sich uns als ‚Weg‘ unter die Füsse - wir gehen ‚in Tuchfühlung‘ mit ihm! - Ja, ER ist der Weg, doch er nimmt uns nicht das Gehen ab. Er ist der Weg, nicht unsere Füsse. - Wir selber müssen uns auf den Weg machen, aufbrechen, den Weg suchen und ihn wagen. - Dabei sind wir nicht auf uns selbst gestellt - im wahrsten Sinn des Wortes sind wir auf Jesus gestellt - gehend gestellt, denn: ER ist der WEG! und nicht ein ‚Förderband‘.
…trotzdem dürfen wir sicher sein, wenn uns der Weg schwer wird, wird der Weg zu tragenden Armen. Auf ihn, Jesus, können und dürfen wir uns verlassen!

 

Wenn wir ihn zum Weg haben, stimmt die Richtung. Wenn wir ihn zum Weg haben, können wir uns nicht verirren. Doch auch wenn wir auf diesem Weg gehen, locken Abzweigungen, auch über diesem Weg kann ein Gewitter nieder gehen. Ich bin der Weg - das ist eine Sicherheit - deswegen aber noch keine Garantie! Es ist und bleibt wichtig, stets mit dem Weg ‚in Tuchfühlung‘ zu bleiben, auf ihm eine Rast einzulegen, wenn wir uns zu sehr verausgaben - und immer wieder Orientierung zu suchen, wenn Abzweigung-en anstehen, von denen wir nicht wissen, welche nun die beste ist. Jesu Weg-sein ent-mündigt nicht! Die Verantwortung ist und bleibt bei uns - jedoch eine geteilte Verant-wortung: er bietet sich an, an uns liegt es, ob wir das Angebot, den Weg, annehmen und ihn gehen - und selbst wenn er eine Zeit lang für uns bloss ein ‚Nebenweg‘ ist und nicht der Weg unseres Lebens - er wird unsere Pfade wieder kreuzen - und das Angebot erneu-ern: ich bin der Weg - und ich bleibe der Weg.
Es ist eine Angebot und eine Einladung. - Und die Österliche Busszeit ebenso: nehmen wir sie an? 
Wollen wir unser Leben ‚neu spuren‘? - ‚Auf Jesus einspuren‘ - oder die ‚Spurrillen‘ vertiefen? Ich wünsche es mir und uns!

von einer Frau gesalbt

Könige werden im ersten Testament von Propheten gesalbt - so etwa David durch Sa-muel, Priester unserer Tage durch den zuständigen, beauftragten Bischof - nur einer wur-de von einer Frau gesalbt:
JESUS.
Müsste uns das nicht zu denken geben?!

 

Dass Jesus gesalbt wurde - und zudem von einer Frau - darüber sind sich alle vier Evan-gelien einig. Bei den Synoptikern geschieht es jeweils ‚im Haus des Simon (des Aussätzi-gen)‘, nur Johannes verortet es im Haus seines Freundes Lazarus und da bekommt die ungenannte Frau den Namen ‚Maria‘. Bei Lukas ist es eine ‚Stadt bekannte Sünderin‘ - die Salbung entsprechend ‚anzüglicher‘ gestaltet. - Bleiben wir bei der ganz kurz geschil-derten Episode bei Markus und Matthäus.

 

Eine reine Männergesellschaft liegt zu Tisch - man hat wohl zu diskutieren und zu dispu-tieren, tauscht Höflichkeiten aus, vielleicht nicht bloss ‚smal talk‘ - zu viel war in den ver-gangenen Tagen geschehen - zu viel auch lag in der Luft….

 

…und in diese gut situierte Gesellschaft platzt ungefragt eine Frau hinein - spricht kein Wort - tut, wozu ihr Herz sie drängt: sie zerbricht das Alabastergefäss - salbt Jesu Haupt mit kostbarstem Nardenöl - und Jesus? - Er scheint keinen Anstoss daran zu nehmen. Im Gegenteil - er nimmt die Frau in Schutz, verteidigt sie gegen jedwelche Scheinheiligkeit. - Sie hat getan, was jetzt zu tun anstand - sie hat die Zeit erspürt - KAIROS.

 

Einmal mehr kümmert sich Jesus nicht um gängige Konventionen, sprengt den Rahmen des ‚Man‘ und des Üblichen - Gott, eben der ganz andere! Sowohl die Männer um Simon, als auch die Jünger wissen es besser - der Verstand will das Herz ausstechen - und hat bei Gott doch keine Chance. - Denn das, was in den kommenden Tagen geschehen wird - ja, geschehen muss - kann ebenso wenig vom Verstand her erfasst werden - nur im Her-zen bewahrt, wird es vom Herzen ‚durchdrungen‘ und ‚assimiliert‘ - Herzensaugen sind für gewöhnlich hellsichtiger - nur will der Verstand ihnen oft genug eine ‚Korrekturbrille‘ aufsetzen - und verzerrt somit das Ganze - der Verstand kann dem Herzen meist nur trübe Gläser bieten!

 

Es ist gut, die Fastenzeit nicht nur zum ‚Brille putzen‘ zu nutzen - sondern sich ebenso sehr wieder mehr um die ‚Herzensaugen‘ kümmern, um jenes hellsichtige Gespür, das weiss, was nottut - und es (aus der Not) auch tut! - Dann werden wir zu Salbenden und Gesalbten - und kommen damit vielleicht der Idee des ‚allgemeinen Priestertums‘ näher - in kleinen Schritten. So wird jedes Tun der Liebe gleichsam zu einer Konsekration, weil es das Gewöhnliche und Profane in eine neue Dimension hinein verklärt und wandelt.

 

Wer die Stellen in der Bibel nachschlagen will, findet sie bei Markus 14, 3-9; Matthäus 26, 6-13. Die längere mit der Sünderin bei Lukas 7, 36-50 und jene im Hause Lazarus bei Johannes 12, 1-8.

Beten ist mehr als wĂŒnschen

Dass Beten ‚Wünsche erfüllen‘ sein soll - und das ‚Nicht-erfüllen‘ uns ‚lebenslang‘ als Frage begleiten würde… hat mich neulich ziemlich verwundert… 
Beten = Wünsche erfüllen
…ist das nicht ein ziemlich kindlich-(kindISCH?)-naives Beten? - Der liebe Gott der ‚ganzjährige Weihnachtsmann‘, dem man die Wunschzettel zusteckt - oder etwas technischer ein Automat, in dessen Schlitz ich die ‚Gebetsmünze‘ hinein werfe, um dann das Gewünschte aus dem Klappfach zu holen…???

 

Beten ist mehr als Wünschen! - Beten ist Beziehung - und Beziehung ist immer gegen-seitig:
nicht nur ich komme zu Gott - er kommt mir entgegen - ist schon immer wartend da - wartend und hörend - zugewandt. 

 

Beten ist ein Eintauchen in die Zuwendung und Gegenwart Gottes - es ist ein Begegnen. - Und Begegnung lebt vom ‚Schenken‘ und’ Beschenkt-werden‘ - vom Hören - bis hinein ins Stille-lauschen und vom Reden - als zu seiner Zeit und auf ‚wechselnder‘ Seite - bis sich Herz und Herz berühren - und im blossen Schauen ‚alles‘ gesagt ist…

 

Natürlich hat darin auch das ‚Wünschen‘, ‚Bitten‘ Platz - es ist ja auch und gerade ein Zeichen von Vertrauen - und hat somit auch etwas von jener Kindlichkeit, die Jesus ‚einfordert'.
Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, kommt ihr nicht ins Himmelreich!‘ (vgl. Mk 10, 14 b.c)
Ein Vertrauen ohne Berechnung, das sich geborgen und angenommen weiss und einfach sein Herz verschenkt! Aus dieser Haltung heraus ist auch das Wünschen MEHR oder zumindest etwas anderes, als der ‚Wunschzettel an den Weihnachtsmann‘. Dann schütte ich mein Herz aus im Vertrauen, dass ich in Gottes Herz hinein bete - und dort auch aufgehoben bin - dann vermag ich Gottes Herzensliebe jene Kraft schöpfen, um zu tragen, was immer mir zuteilwird. Denn Gottes Liebe will stets Heil und Fülle.

 

Beten ist mehr als Wünschen! - Wie gut - denn unerfüllte Wünsche lassen einen zumeist enttäuscht und frustriert zurück - unerfüllte Gebete aber können ein Tor für Gottes Gnade sein. - Können… es kommt auf die Haltung an - und diese müssen wir immer neu einüben - und um diese müssen wir gelegentlich auch ringen - doch es lohnt sich!

Abschiedlichkeit

Leben jenseits fünfzig ist ein Leben der ‚Abschiedlichkeit‘ - das spüre ich immer mehr - mit Wehmut - ja, ganz leise, aber auch einfach als ‚gestalterische‘ Feststellung. - Was man in Worte zu fassen mag, lässt sich gestalten.

 

Zurzeit habe ich Kontakt mit manch jungen Menschen, die das Leben ‚noch vor sich haben‘ - so alt wie sie sind, soviel Zeit bleibt mir vielleicht noch… vieles ist abge-schlossen, manches nicht mehr erreichbar, einiges verpasst… Was bleibt zurück?

 

Nein, es ist nicht Schmerz, auch keine ‚Torschlusspanik‘ - es ist 
Abschiedlichkeit.
Zu spüren, dass es nicht einfach auf einen ‚Schlusspunkt zuläuft, sondern auf eine Vollendung.
Ja, eigentlich ist der Tod nicht ein Punkt, sondern vielmehr ein Doppelpunkt. Danach öffnet sich der Lebenstext in eine neue Dimension - hin zur Ewigkeit - hin zur Fülle.

 

Doch Abschied ist Abschied - und bleibt Abschied. - Und es ist wichtig, dies ernst zu nehmen, dass man nicht in ein Gefühl von Leere, gar Resignation oder Frustration fällt - denn Fülle findet sich nicht einfach und nur im Aussen - Fülle hat zuletzt nichts mehr zu tun mit Greif- und Machbarem! - Wenn ich in meinem Leben Schätze gesammelt habe, kann ich auch nach dem Scheitelpunkt noch davon geniessen, kann ich beim Abstieg vom Gipfelblick träumen, über den Aufstieg sinnieren - und den Augenblick einfach ge-niessen, der sich mir nun -hier und jetzt- eröffnet. Dann spürt man, dass das Wesentliche sich in eine ganz neue Qualität verschoben hat. Das macht es auch möglich, in eine Hal-tung von Versöhntheit hinein zu finden - die Bereitschaft zu segnen, was man vertan oder verpasst hat oder was einem missraten ist. Man fällt nicht mehr ein (vernichtendes) Ur-teil, zieht eher ein Resümee - und segnet, was gewesen ist - bene-dicere. Nicht ein billi-ges Schönreden - sondern vielmehr ein Gut-heissen. Es darf sein, was war, ich brauche nichts (mehr) zu rechtfertigen, brauche nicht zu hadern. - Das Lebensglück liegt in der Versöhntheit - und in der Bereitschaft zur Abschiedlichkeit - loslassen - um offen und bereit zu sein für die Fülle, die noch wartet.


Statt Träumen nachzuhängen, die sich nicht mehr realisieren lassen, den Zauber des Au-genblicks spüren - und diesen gestalten, als Momentum voll Gnade. - Natürlich ist das nicht immer und jederzeit möglich! Banalität und Alltäglichkeit werden normalerweise immer ‚die Hauptsache‘ sein - aber auch sie können genau dadurch einen kleinen, zarten Glanz bekommen.

 

Abschiedlichkeit: das Gewesene und das ‚Nicht-mehr-mögliche‘ wie Samen in die frucht-bare Erde des eigenen Lebensackers entlassen - es wird auf seine Weise seine Früchte bringen - von denen dann vielleicht einmal jemand Anderes leben wird…. Die Zusam-menhänge sind zu gross, als dass wir sie zu fassen vermöchten…

 

Es tut gut, Abschiede zu feiern - um offen zu sein für jene Besuche, die jetzt anklopfen - und plötzlich entdeckt man neue, erfüllende, belebende Möglichkeiten, wenn man nicht mehr dem Unmöglichen nachtrauert oder hinterher ‚kriecht‘… 


Ich wünsche uns allen eine gute, reife ‚Abschiedskultur‘, die ein grosses JA zum Leben ist!

Vorsatz versus Ziel

Unlängst wurde mir bewusst, wie frappierend eigentlich der Unterschied von ‚Vorsatz‘ und ‚Ziel‘ ist.


Vorsätze gehören zum Neujahr wie das ‚Amen‘ in der Kirche - und sind so flüchtig wie wenig anderes! Kaum gefasst, sind sie auch schon wieder vergessen. - Vorgesetzt - und nicht gegessen…


Vielleicht liegt es an der ‚ultimativen‘ Formulierung oder daran, dass es meist ums ‚Hobeln‘ geht. Da sollen unliebsame Ecken und Kanten verschwinden - dieses nicht mehr sein, anderes unbedingt - und das alles mit viel Engagement und Wille… - Schal das Ge-fühl, nach dem vermeintlichen Scheitern… und man hat zusätzlich zu all dem ‚Verbes-serungswürdigen‘ auch noch die ‚Unfähigkeit‘ vor Augen - wahrlich, keine gute Vor-aussetzung für einen gelungenen Start und Durchgang 2022…!


Nachdem ich die ‚Vorsätze‘ schon längst ersatzlos (!) gestrichen habe - versuche ich es heuer mit etwas (für mich) Neuem:


Ich habe mir ein ZIEL gesetzt. Was ist mir dieses Jahr wichtig? Was möchte ich erreichen? Ein positiv formuliertes Ziel mit Anziehungskraft - kein Wald von Verbotsschildern und kein Drohfinger - ein Ziel, dass sich erreichen lässt, weil die Motivation schon in einer po-sitiven Formulierung liegt. 


Dass ich etwas verbessern will, hat ja immer seinen Grund in einer Sehnsucht. Diese Sehnsucht gilt es aufzuspüren und in ein Ziel umzuformulieren.

Ja, WAS ist der Grund, dass ich eine (schlechte) Eigenschaft ablegen (…wenn’s so einfach wär…!!!) möchte? WAS raubt sie mir? Oder WAS kompensiere ich mir ihr? - WAS sollte (besser) jene Lücke füllen, die sie einnimmt - ohne wirklich erfüllend hinein zu passen?! - Manches haben wir uns ja zum Schutz oder als Ersatz zugelegt - und merken erst all-mählich, dass es mehr Schaden und Hindernis ist…

WO ALSO, WILL ICH WIRKLICH HIN?


Unter dem Ziel notierte ich mir  dann die möglichen Schritte, die mich diesem Ziel näher bringen können. Es sind keine Forderungen, das musst du alles tun, bzw. lassen - sondern Angebote und Möglichkeiten.


 …nun bin ich gespannt, was sich da ereignet und ergibt - ob ich tatsächlich Schritte vor-wärts mache - nicht mit einem Befehlsklumpen am Bein - sondern mit Motivations-flügeln am Rücken! 


Ich werde immer wieder reflektieren, ob etwas gelungen ist, sich etwas bewährt hat - oder eben nicht, um ggf. entsprechende Änderungen und Anpassungen vornehmen zu können.

Wenn ich merke, dass es mit einer Etappe geklappt hat, ich schon ein Stück weiter bin, hab ich Grund zu feiern - vielleicht gar mich zu belohnen - um dann leichten Schrittes weiter zu gehen - ins Weite, und nicht in eine ‚Selbstoptimierung‘ - was immer (schwam-miges) das auch sein mag! - vielmehr hin zu einer ‚Selbsterfüllung‘ - also das zum Klingen, Singen, in Schwingung bringen, was grundsätzlich und gut bereits (!) in mir angelegt ist. …wobei ‚selbst‘ vor der ‚Erfüllung‘ womöglich daher falsch ist - denn das ‚Grundgelegte‘ wurde ja nicht von mir grundgelegt, sondern findet sich gnaden- und keimhaft in mir… - Ein Anderer ist, der es gelegt hat - und darum müsste ich wohl eher von SELBST- ENT-FALTUNG sprechen. - Ein Prozess wie in der Natur - mit Geduld - von der Sonne gelockt…

 

Ich wünsche uns allen die nötige Zuversicht dazu!

Sehnsuchtspur

Die Geschichte der Weisen, Magier, Könige (wie immer auch die Übersetzung lauten mag) aus dem Osten ist eine Geschichte von Suchen, Verlieren und Finden - die Geschichte einer Sehnsuchtspur.

 

Da sehen Sternkundige eine Erscheinung am Himmel, die sie weder kennen, noch ein-ordnen können - die aber etwas ganz besonderes bedeuten muss - Gott selbst hat (s)ein Zeichen an den Himmel gesetzt, eine chiffrierte Botschaft gleichsam - und sie geben alles auf, einzig um diese chiffrierte Botschaft zu decodieren! Graue Vorzeit, wo man nicht googeln konnte, wo man nicht GPS zur Hand hatte… einfach losziehen - dem Herzen, ja, der Sehnsuchtspur folgen. 


Interessant:
Es war ein Stern - oder eine Sternenkonstellation - einerlei - geleuchtet hat sie auf alle Fälle nur in der Nacht! Muss es zunächst tatsächlich Nacht werden, dass man in der Sehnsucht Orientierung findet?!


Wie folgt man einem Stern, der abertausende von Kilometern und doch so greifbar nahe am Himmel steht? Der zudem stumm wie ein Fisch einfach leuchtet? - Oder ist sein Licht seine Sprache? Ist seine Nähe nicht schon längst ins Herz gefallen…?


Sie folgen dem Stern, folgen seiner Spur - und ihrem Herzen, ihrer Sehnsucht - und ver-lieren doch unterwegs den Faden… Haben sie sich zu sehr an der Sonne orientiert? - Zu sehr geglaubt zu wissen, wo’s lang geht, was wo und wie sein oder zu finden sein muss?


Als sie vom Herzen ins Hirn wechseln, der Verstand das Steuer übernimmt, wird alles so gewohnt und gewöhnlich: klar, einen König, findet man nur im Palast - wo denn sonst suchen?!
…und prompt suchen sie dort, wo sich nicht finden lässt, was sich gern überraschend neu versteckt…
Zum Glück stutzt der König - wenn auch aus einem andern Grund - und holt seine Rat-geber - zum Glück wis-sen sie, wo zu suchen ist - auch wenn sie sich selbst nicht auf den Weg machen werden…
Und als sie Männer aus dem fernen, fremden Land unversehens wieder auf der staubigen Strasse statt im glänzenden Palast stehen, erscheint Gottes Chiffre wieder am Himmel! … und sie finden, wo sie nicht gesucht - und kaum das, was sie gesucht hatten, als sie die Sehnsuchtsspur verloren und verliessen.

 

Gottes Traum, Mensch zu werden, trifft den Traum des Menschen, dass seine Sehnsucht ankommen und Erfüllung finden möge - wenngleich an einer ‚Futterkrippe‘ (oder im Evangelium zu diesem Zeitpunkt ‚im Haus‘) - anders als ausgemalt - aber immer GÖTTLICH.

 

Der Spur des Herzens folgen - sich überraschen lassen von Gott und vom Leben, daran glauben, dass auch die Nacht Orientierung bieten kann, dass weit weg manchmal ganz nah ist, sobald man ins Herz blickt und aus dem Herzen lebt.

 

Die Botschaft der Sterndeuter ist vielfältig und vielschichtig - nachzulesen und fortzuspinnen unter Matthäus 2, 1-12 - …auch wenn das Happy End der Sterndeuter kein Happy End für die Geschichte in Betlehem hat. - Vielleicht genau deswegen ist sie auch und gerade aktuell - der Schluss darf nicht ausgespart werden: Sehn-suche verändert, man kann nicht auf demselben Weg zurück - quasi das Leben zurück spulen zum Anfang. Und wo Menschen ihrer Sehnsucht trauen und ihr folgen, finden sich immer auch Neider, Menschen, die alles unter Kontrolle haben wollen und alles aus dem Weg räumen - nur wer das Herz auf kalt gestellt hat, kann so kaltherzig reagieren - und ein kaltes Herz folgt keiner Sehnsucht (mehr)…

 

Ich wünsche Ihnen zu Weihnachten und zum Neuen Jahr ein sehnsuchtswarmes Herz!

Das Schlimmste, das passieren könnte.........

Advent, Erwartung und Romantik, Kerzenschein und Weihnachtsmärkte… Und doch: unsere Zeit ist im Moment alles andere als gemütlich! - Und so manchem und mancher ist es da keineswegs um Romantik zumute!
Die Pandemie hat uns bald zwei Jahre im Griff - stellt alles in Frage und auf den Kopf - die Welt scheint mehr als aus den Angeln zu sein… Es kommt wie Flut und Ebbe - wobei die Flut im Moment eher ‚das Normale‘ zu sein scheint…. Und ein Ende? Nicht in Sicht…

 

Dass einem da unter Umständen der Hoffnungsfaden reisst, ist nicht verwunderlich… Was gibt wirklich Halt? Was Trost? Was Zuversicht?

 

Unlängst lag ich sinnierend im Bett - die ganze Ungewissheit hat sich noch intensiviert. Vor wenigen Tagen nur war jemand im Haus, der kurz darauf positiv getestet wurde. Grassiert es nun auch bei uns? Hat’s eine Mitschwester ‚erwischt‘ - ist sie vielleicht zwar symptomfrei, aber am ‚Verteilen‘?... 
Meine Gedanken kreisten - doch plötzlich merkte ich:
es wird mir keineswegs schwindlig dabei! - Ich fühlte eine intensive Geborgenheit, die mich hielt…

 

Da tauchte in mir die Frage auf:
Ja, was wäre denn das Schlimmste, das passieren könnte?!

 

…dass ich selber krank werden könnte und andere anstecke und damit in Gefahr bringe? - Ja, aber: am Ende dieser Frage wartet Gott auf mich, der mich und uns in allem hält!
…dass ich mich anstecke (andere nicht), sehr schwere Symptome habe, gar daran sterbe? - Ja, aber: das Sterben gehört zum Leben - somit wartet auch am Ende dieser Frage Gott auf mich!
…war es nicht das Schlimmste, dass der Mensch die Freiheit missbrauchte und die Be-ziehung zu Gott in einer Weise zerriss, dass er das (irdische) Paradies für immer verlor? - Ja, aber: Gott baute Brücken zum Menschen ‚noch und nöcher‘ - bis zu Weihnachten hin - also steht am Ende dieser Frage ebenfalls Gott!
…und wie ist es damit, dass wir Menschen in Christus Gottes Liebe selbst ans Kreuz schlugen? - Ja, aber: selbst diese schreckliche Untat mündete in Gottes Barmherzigkeit - und somit steht auch hier Gott am Ende der Frage!

 

Wie ich es also drehte und wendete:
IMMER STAND GOTT AM ENDE MEINER FRAGE!

 

Ja, er stand am Ende meiner Frage und umfing mich still mit Seiner Gegenwart -
und in diesem Moment wusste ich:
eigentlich konnte ich nichts als das Schlimmste bezeichnen -
denn, was immer passierte:
ES WAR GOTT!

 

Diese Erfahrung wünsche ich auch Ihnen - in den Advent hinein und darüber hinaus - aber auch als Grund zu Fest und Freude an Weihnachten - denn dann ‚passiert‘ Gott REAL:

 

ER WIRD MENSCH - ER BLEIBT MENSCH - UND GEHT ALLE WEGE MIT!

Mach es wie Gott - werde Mensch!

Dieses Zitat des leider früh verstorbenen Bischofs Klaus Hemmerle (Bistum Aachen) hat so kurz vor Weihnachten wieder Hochkonjunktur - begegnet einem auf mancher Karte. 
Was damit gemeint - oder auch ‚impliziert‘ ist?

 

Wie so viele vor mir, habe auch ich mir meine Gedanken dazu gemacht:
werde Mensch!

 

Die Ursehnsucht des Menschen scheint da aber in eine ganz andere Richtung zu gehen:
sein wie Gott (siehe Gen /1.Mo 3, 5+6)
…gelüstete ihn, kaum im Paradies angekommen… - Wie es wohl sein würde, nicht ‚bloss‘ Mensch sondern gar Gott zu sein?! - Sich selber Norm und Richtschnur sein und geben! - Entscheiden, was nun gut ist, was böse, am Schaltpult von Macht und Entscheidung, Freiheit und Ehrgeiz zu sitzen.

 

Mach es wie Gott - werde Mensch!

 

…und Gottes Sehnsucht
geht genau in die gegenteilige Richtung:
er ‚entäussert‘ sich seines Gott-seins -
und wird Mensch
‚sarx‘ - ‚Fleisch‘
wie es im Johannes-Prolog ganz drastisch heisst!
Ein Gott, der sich nicht einfach als ‚Mensch verkleidet‘ und mal eben zu Besuch über die Erde wandert… Nein, ein Gott, der das Menschsein bis hinein in die Windeln hinein teilt!

 

Wenn wir diese Tatsache jenseits von Krippenseligkeit (Jö, Bébé…), auf uns wirken lassen, müsste uns ein (heiliger) Schauder erfassen:

Gott steigt in der Staub des Menschseins!

 

So gesehen würde Hemmerles Zitat bedeuten:

Steig herab vom hohen Ross!
Gott selbst wiegt die Hybris des Menschen mit dem Gewicht eines hilflosen, bedürftigen Kindes auf! 

 

Werde Mensch! Steig in den Staub, von dem du genommen und der du bist! Finde dein Mass - und genau auch darin
DEINE WÜRDE!

 

Gerade weil Gott Mensch wurde, dürfen wir unserer Würde bewusst sein - einer Würde, die nur dann zum Tragen und Strahlen kommt, wenn sie in Abhängigkeit und Aus-richtung auf jenen gelebt wird, von dem sie
kommt und geteilt
wird.

 

  • Menschwerdung ist somit nicht eine Aufgabe, die man während des Advents oder  schnell an Heilig-abend erledigt und abhak
  • Menschwerdung ist eine Lebensaufgabe und das Kind in der Krippe unser Lehrer

 

Der Aufstieg geht über den Abstieg:

Wie Gott sein ‚volles‘ Gott-Sein mit dem Abstieg in die Menschwerdung krönt, so krönt er unseren Abstieg in die Menschwerdung mit seinem Gott-Sein
…eine Krone, die wir uns jedoch weder selber nehmen noch aufsetzen können!

Christkönig

Ein Fest, das für manche*n Erklärungsbedarf hat, sich nicht so leicht einordnen lässt in unsere so ‚unkönigliche‘ Zeit - in der sowieso die meisten Könige und Königinnen abge-dankt oder abgewirtschaftet haben… Vieles, von dem verbliebenen Zeremoniell, reine Folklore oder Nostalgie ist.

 

Christus als König feiern?! Als letzten Sonntag im sogenannten Jahreskreis?! Hat Jesus überhaupt einmal den Anspruch erhoben König zu sein?!

 

Ja! Er hat diesen Anspruch tatsächlich erhoben! Aber nicht in der Üppigkeit und in je-nem Prunk, den wir damit verbinden. 
Quasi das einzige ‚Ich-bin-Wort‘, das in allen vier Evangelien vorkommt, ist jenes der Königswürde Jesu!
Matthäus:    27, 11
Markus:        15, 2
Lukas:           23, 3
Johannes:  18, 37

 

Im Johannes-Evangelium ist der Dialog zwischen Jesus und Pilatus am meisten ausge-faltet, dort ist die Ant-wort dann auch nicht bloss ‚du sagst es‘, sondern ‚deutsch und deutlich‘:
Ich bin ein König.
Eigentlich völlig verrückt! Da steht einer vor dem Landpfleger, einem Vasallen des Kai-sers, rundherum ein Mob aufgescheuchter Menschen, die den Tod fordern… und Jesus behauptet seelenruhig:
Ich bin ein König.

 

Je länger ich diese Szene auf mich wirken lasse, desto stimmiger wird sie für mich!
Denn Jesus sagt:
Ich bin EIN König.
Kommt nicht genau in dieser Situation die unerhört königliche Haltung Jesu zum Aufleuchten?!
•    eine königliche Haltung, die nicht nur einen Anspruch bloss erhebt, sondern lebt.
•    eine königliche Haltung, die aufrecht bleibt und nicht duckmäusert
•    eine königliche Haltung, die innere Freiheit ist

 

Ja, Jesus IST ein König und wir damit quasi KönigsKINDER. 
Die Würde, die Jesus bis in den Tod gelebt und ausgestrahlt, hochgehalten und verwirk-licht hat, ist uns allen zugeteilt! Auch wir dürfen Könige, Königinnen sein, deren Reich eben nicht von dieser Welt ist - und damit nichts zu tun hat mit Prunk und Machtge-lüsten, mit Repression und Ausbeutung. (Blenden wir kurz zurück:  Jesus wäscht den Jüngern am 'Hohen Donnerstag' abends als Sklave die Füsse... (Joh 13, 5)!)
Königtum als Synonym für WÜRDE.

 

Wäre daher das Christkönigsfest nicht ein guter Anlass, einmal mehr darüber nachzu-denken, nachzuspüren, wie wir es mit der Würde halten:
•    leben wir ‚würdevoll‘?
•    achten wir die Würde aller Geschöpfe und der Schöpfung?
•    haben wir ein Gespür für die Würde alles Seienden?

 

Wenn wir uns wieder mehr der eigenen königlichen Natur bewusst wären, die wir von Gott empfangen haben, könnte das einen Einfluss haben auf unsern Umgang mitein-ander, der Schöpfung, den Ressourcen in ihr. 
Es würde uns behutsamer machen und umsichtiger, denn der eigentliche Wert alles Ge-schaffenen ist per se eingeschaffen und somit unveräusserbar - weil er von Gott selbst kommt, der die Würde auch in erniedrigster Situation hochgehalten hat. 

 

Würde als aufrechter Gang in innerer Freiheit - respektvoll gegenüber allem Seienden - das wünsche ich uns allen über das Christkönigfest hinaus!

Einfache Website Erstellung

Los
Website Erstellung mit